30 Jahre IWKH: Wirtschaft lebt vom Wir

Seit 1996 bringt die Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft an einen Tisch. Am 30. September 2026 haben wir unser Jubiläum im Marta Herford gefeiert, mit 120 unserer knapp 400 Mitglieder.

Wie alles begann

Am 9. September 1996 verabschiedeten Vertreter aus Wirtschaft und Kommunen unter der Regie des damaligen Oberkreisdirektors Henning Kreibohm ein gemeinsames Grundsatzprogramm zur Wirtschaftsstruktur und Arbeitsplatzsicherung. Es enthielt 18 konkrete Handlungsfelder, die Schritt für Schritt umgesetzt wurden. Neue Themen kamen über die Jahre hinzu. Dirk-Walter Frommholz, Unternehmer und damals IHK-Vizepräsident, erinnert sich: „Ein Kribbeln lag in der Luft, es war eine Aufbruchstimmung in Politik und Wirtschaft.“

30 Jahre Wirkung für den Kreis Herford

Schon im Herbst 1996 entwickelte die IWKH gemeinsam mit den Möbelverbänden das erste Konzept für ein „Haus des Möbels OWL“. Es ruhte auf drei Säulen: Aus- und Weiterbildung, ein Dach für die Verbände und ein Möbelmuseum. Auf dieser Grundlage entstand bis 2005 das heutige Marta Herford. Bis heute sitzen die IWKH und die Möbelverbände im denkmalgeschützten Lippold-Bau direkt hinter dem Marta, wo Kunst und Wirtschaft unter einem Dach zusammenkommen.

Ausbildung

Mehr Ausbildungsplätze waren von Anfang an ein Kernthema.

Die Meilensteine:

  • 1997: Ausbildungsplatzoffensive
  • 1998: erste Ausbildungsplatzbörse, bis heute mitveranstaltet
  • ab 2004: Verbundausbildung
  • ab 2005: der widufix lauf in allen Städten und Gemeinden des Kreises

Allein von 2005 bis 2022 entstanden so 199 zusätzliche Ausbildungsstellen. Hinzu kamen 39 betreute Einstiegsqualifizierungen und 160 geförderte Ausbildungsstellen aus widufix-lauf-Mitteln.

Existenzgründung

Seit 1997 unterstützt die IWKH Gründerinnen und Gründer. Dazu gehörten Gründungsberatung, jährliche Gründungstage und der Gründungspreis OWL. Heute finden junge Unternehmen ein starkes Netzwerk aus erfahrenen Unternehmerpersönlichkeiten, Verwaltungen, Kammern, Verbänden und Hochschulen vor.

Bürokratieabbau

Bürokratieabbau praktiziert die IWKH seit 30 Jahren. Mit dem Projekt „Widufix“ und einem Netzwerk aus über 40 Behörden und Institutionen wurde Unternehmen in Verwaltungsverfahren konkret geholfen. Die Arbeit wurde international ausgezeichnet, unter anderem mit dem Speyerer Qualitätspreis und im Bundeswettbewerb „Deutschland, Land der Ideen“.

Die IWKH heute

Die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft ist im Kreis Herford gelebte Normalität.

  • Bürgermeister-Talk (seit 2026): Unternehmen kommen direkt mit den Verwaltungsspitzen vor Ort ins Gespräch.
  • Wissenschaft im Vorstand: Mit Prof. Dr. Walter Niemeier ist die Wissenschaft erstmals im Vorstand vertreten. Referentinnen und Referenten aus den Hochschulen sprechen auf unseren Veranstaltungen zu Themen wie KI, Digitalisierung und Bürokratieabbau, meist direkt in den Unternehmen der Region.
  • Projektbeiräte (seit 2025): Engagierte Mitglieder entwickeln ehrenamtlich neue Formate. Dazu gehören der UI-Morning, der KI-Mittach, der Feier.Abend und Top45. Seitdem sind deutlich mehr Mitglieder aktiv.

Blick nach vorn

Unser Ziel ist ein starker, lebenswerter und innovativer Kreis Herford, der als Blaupause zeigt, wie Zukunft gemeinsam gelingt.

„Wirtschaft lebt vom Wir: Dort, wo Verständnis füreinander entsteht, kommen Wirtschaft, Verwaltungen, Politik und Wissenschaft in einem einzigartigen Netzwerk ins Gespräch, und Ideen werden zu gemeinsamer Verantwortung. Neue Mitglieder und ihre Ideen wappnen die IWKH auch für die nächsten 30 Jahre.“

Rüdiger Meier, Vorstandsvorsitzender, und Dr. Julia Pönighaus, Geschäftsführerin

Gestalten Sie die nächsten 30 Jahre mit