Einladung

Bürokratieabbau – was braucht es? Wirtschaft(sfrühstück) trifft Wissenschaft, mit Prof. Dr. Martin Dippel bei imperial

Wann: Donnerstag, 8.10.2026

Frühstück und Netzwerken ab 8.30 Uhr, Beginn um 9.15 Uhr, Ende gegen 12 Uhr (nach Unternehmensführung)

Wo: imperial-Werke oHG, Miele-Straße 1, 32257 Bünde

Anmeldung erforderlich, TN-Zahl begrenzt

Liebe Mitglieder,

bürokratische Anforderungen beschäftigen Unternehmen aller Größenordnungen genauso wie kommunale Verwaltungen. Genehmigungen, Dokumentationspflichten, Verfahren und neue regulatorische Anforderungen kosten Zeit, Ressourcen und oft auch Geschwindigkeit.

Im Rahmen unseres Formats „Wirtschaft(sfrühstück) trifft Wissenschaft“ und auf Einladung unseres Mitglieds imperial-Werke oHG laden wir Sie herzlich ein:

Wann: Donnerstag, 8.10.2026

Einlass. Frühstück und Netzwerken ab 8.30 Uhr

Beginn um 9.15 Uhr, Ende ca. 12 Uhr

Wo: imperial-Werke oHG, Miele-Straße 1, 32257 Bünde

 

Anmeldung erforderlich: www.iwkh.de/veranstaltungen, Anmeldeschluss: 21.9.2026.

Die TN-Zahl ist begrenzt, die Plätze werden im Windhundverfahren vergeben.

Unser Referent:

Prof. Dr. Martin Dippel ist Fachanwalt für Verwaltungsrecht bei BRANDI Rechtsanwälte am Standort Paderborn. Er berät und vertritt vor allem im Umwelt- und Planungsrecht bundesweit – natürlich mit einem gewissen regionalen Schwerpunkt – vor allem gewerbliche und industrielle Unternehmen jeder Größe. Martin Dippel kennt daher die Perspektive der Wirtschaft aus dem Umgang der Unternehmen mit ihren Behörden z.B. aus unzähligen Genehmigungsverfahren für Industrieanlagen und aus der alltäglichen behördlichen Überwachung der Betriebe. Er ist seit über 25 Jahren auch Mitglied des Umweltausschusses der IHK Ostwestfalen. Daneben ist er Mitherausgeber und Mitautor zahlreicher Standardwerke im Umwelt- und Planungsrecht und daher auch wissenschaftlich ausgewiesen. Seit 2010 ist Martin Dippel Honorarprofessor für Öffentliches Recht an der Juristischen Fakultät der Universität Rostock. 

Seine These:

Salopp gesagt: Bürokratie ist die Kunst, das Mögliche unmöglich zu machen. Bürokratie in ihrer heutigen Form und Intensität ist jedenfalls eine schwere Belastung für die deutsche Wirtschaft. Aber was genau kennzeichnet die „Überbürokratisierung“, über die alle sprechen? Geht man aus rechtlicher Sicht an das Thema heran, wird man immer wieder mit der Forderung nach Verfahrensvereinfachung konfrontiert, ebenso wie mit dem Wunsch der Wirtschaft, allzu ausuferndes Berichtswesen, Dokumentations- oder Nachweispflichten zu reduzieren. Vorschläge zum Bürokratieabbau gibt es viele, auch in OWL mit einem Standpunktepapier der IHK’en Ostwestfalen und Lippe. Reicht das? Sieht man sich die Koalitionsverträge der Parteien an, die die jetzige Bundesregierung und ihre Vorgängerregierung tragen („Ampelkoalition“ und „Schwarz-Rot“), stellt man fest, dass dort sehr viel seltener von Entbürokratisierung als vom Schutz irgendwelcher Rechtsgüter die Rede ist. Das Kernproblem scheint in der Regulierungsfreude auf allen Ebenen der Gesetzgebung zu liegen (Europa, Bund, Länder, zum Teil auch im Satzungsrecht der Kommunen). Ein wesentlicher Ansatz für eine Entbürokratisierung dürfte vor allem darin liegen, die Vielzahl von Neuregulierungen zu reduzieren und bestehende Regelungen kritisch zu hinterfragen – mehr Marktmechanismen statt gesetzgeberisches Mikromanagement!

Freuen Sie sich mit uns auf einen Morgen, der bei all der Ernsthaftigkeit des Themas zu ehrlichem Austausch und guten Gesprächen einlädt und womöglich Lösungen in Sichtweite bringt.

Herzliche Grüße

Ihre IWKH

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