Zukunftsprogramm der Wirtschaftsinitiative beschlossen

Energieversorgung und Gesundheitsangebote rücken in den Vordergrund

Herford, den 04. November 2013 –

Der Vorstand der Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford e. V. hat ein neues Zukunftsprogramm beschlossen. In das Programm sind sowohl die Ergebnisse der Zukunftskonferenz als auch des „Runden Tisches“ eingeflossen. 

Kernpunkt der Arbeit in der Verbesserung der Wirtschaftsstruktur wird die Konzentration auf zwei Querschnittsbranchen sein: Energieversorger und Gesundheitsdienstleister sollen mit Unternehmen anderer Branchen vernetzt werden. Ziel ist es, Synergieeffekte zu nutzen. So soll die Kosteneinsparung für Betriebe durch Kraft-Wärme-Kopplung ebenso im Vordergrund stehen wie die Erhaltung der Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten in Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistungen. 

Auch im Bereich „Bildung und Innovation“ setzt man sich ambitionierte Ziele: Jeder Jugendliche soll die Chance auf eine duale Berufsausbildung erhalten. Dazu sollen sowohl zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen als auch die Zahl der dualen Studienangebote erhöht werden. Ferner soll das Erwerbspersonenpotenzial, insbesondere von Frauen und Migranten, besser ausgeschöpft werden.  

Innovative Gründungen sind im Kreis Herford selten. Deshalb ist beabsichtigt, durch Intensivierung der Zusammenarbeit mit benachbarten Hochschulen jährlich 5 technologische Gründungen zu fördern. Feste Partnerschaften zwischen etablierten Unternehmen und Neuankömmlingen werden angestrebt. 

Die ausreichende Bereitstellung von Gewerbeflächen, die Nutzung der Kasernenanlagen (Konversionsflächen) in Herford und der Breitbandausbau stehen mittelfristig auf dem Programm. Außerdem soll die verkehrliche Infrastruktur verbessert werden, das betrifft vor allem den Kreuzungsbereich B239/Bünder Str., die Knickstraße von Gohfeld nach Exter und den besseren Anschluß des Gewerbegebietes Ostkilver an die Autobahn A 30. 

„In den Gesprächen mit Unternehmen, Bürgermeistern und den Spitzenvertretern der Kammern, der Verbände, der Kreditinstitute, der Agentur für Arbeit und der Wirtschaftsinitiative sind viele Themen diskutiert worden. Bei der Gelegenheit sind auch die Ziele und das Leitbild neu formuliert worden. Schön finde ich, dass sich alle Beteiligten zum Widukindkreis Herford, zur Tradition und zum Beschreiten neuer Wege bekannt haben“, so Landrat Christian Manz, gleichzeitig Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative. 

Landrat Manz dankt allen Mitwirkenden des Runden Tisches und dem Vorstand der IWKH, die ehrenamtlich und unentgeltlich an dem wegweisenden Programm mitgearbeitet haben:„An Ideen, Engagement und Kreativität mangelt es uns im Kreis Herford nicht. Der Runde Tisch hat eine ausgezeichnete Vorarbeit geleistet. Mit der Wirtschaftsinitiative haben wir eine bewährte Institution, die mit ihren Partnern das anspruchsvolle Programm kompetent und fristgerecht umsetzen kann. Mit der Breitbandoffensive haben wir bereits bewiesen, dass wir für die Zukunft gut aufgestellt sind.“

 

Stellten das Zukunftsprogramm der Wirtschaftsinitiative vor: (v.l.)

Landrat und IWKH-Vorstandsvorsitzender Christian Manz, Vorstandsmitglied Bürgermeister Rüdiger Meier (Gemeinde Kirchlengern), Vorstandsmitglied Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer (Gemeinde Rödinghausen), IWKH-Geschäftsführer Klaus Goeke, stv. Vorstandsvorsitzender Andreas Peter (Fa. Peter-Lacke) und Vorstandsmitglied Manfred Wippermann (Fa. Nolte Küchen).